Geld, Glück und die große Frage: Wer bin ich wirklich?
Geld – es kann Flügel verleihen oder uns gefangen halten. Es gibt uns Möglichkeiten, kann aber auch zur Last werden. Gerade am Jahresanfang, wenn sich viele von uns fragen, wie dieses Jahr für uns aussehen soll, was wir erreichen und in welche Richtung wir uns entwickeln wollen, stellt sich oft die Frage: Wer bin ich eigentlich mit Geld – und wer bin ich ohne? Was macht Geld mit mir? Und was bleibt übrig, wenn es fehlt?
Wir kommen ohne Geld auf die Welt und verlassen sie ebenso ohne einen Cent. Dazwischen aber scheint Geld eine allgegenwärtige Rolle in unserem Leben zu spielen. Es beeinflusst unsere Entscheidungen, unsere Beziehungen und unser Sicherheitsgefühl. Doch was bedeutet das wirklich? Ist Geld ein Mittel zum Zweck oder geht es dabei um weit mehr als nur Zahlen auf dem Konto? Ist es wichtig für unser Glück oder steht es der Essenz eines wahrhaftig glücklichen Lebens nur im Weg?
Genau diesen Gegensätzen zwischen rationaler Notwendigkeit und spiritueller Sichtweise habe ich mich in meiner letzten Kolumne im Herz Projekt Magazin von Bettina Schott gewidmet und einige interessante Erkenntnisse gewonnen. Und, weil dieses Thema für uns alle von großer Bedeutung ist, möchte ich diese wertvollen Einsichten mit Dir teilen.
Im Folgenden findest Du daher einen Auszug aus dem Herz Projekt Magazin „ICH BIN – Das Wunder der Wandlung“, veröffentlicht von Bettina Schott im November 2024.


Was bin ich mit und was bin ich ohne Geld?
Wir kommen mit nichts auf die Welt und verlassen sie mit nichts.
Für was brauchst Du dann Geld? Stellst Du Dir, wie viele spirituelle Menschen, immer wieder die Frage „Warum soll ich mich um mein Geld kümmern und noch dazu Planungen anstellen?“, denn Du lebst doch in Deiner Essenz im Hier und Jetzt?
Ja, das ist eine sehr tiefgründige Frage, nämlich die Spannung zwischen der spirituellen Essenz, die nichts braucht, und dem praktischen Leben, das bestimmte Anforderungen stellt. Jede(r) von uns sollte sich diese Frage beantworten, denn dann wird klarer, wie wir in Zukunft mit unserem Leben und unserem Geld umgehen wollen, um im Einklang mit Leib, Seele und Geist ein sinnvolles, fruchtbares und glückliches Leben zu leben.
Meine Erkenntnisse für ein Leben in Fülle
1. Die Essenz lebt im Hier und Jetzt, das Menschsein hat Bedürfnisse im Außen
Auch wenn unsere Essenz frei und unabhängig von Besitz ist, braucht der Körper Nahrung, Unterkunft und Sicherheit. Finanzielle Lebensgestaltung hilft, diese Bedürfnisse zu decken, sodass die äußeren Bedingungen das Innere unterstützen, statt Sorgen oder Mangel zu erzeugen.
2. Freiraum und Selbstbestimmung
Finanzplanung schafft ein Gefühl von Sicherheit und Freiheit, was Dir erlaubt, Deinen Fokus stärker auf die Entwicklung und Pflege Deiner Essenz zu lenken, anstatt Dich um materielle Unsicherheiten zu sorgen. Dieses finanzielle Fundament ermöglicht Dir, im Alltag wirklich präsent zu sein. Hast Du schon erlebt, wie es ist, nicht zu wissen, wie Du nächsten Monat die Miete oder den Strom bezahlst? Dann weißt Du, wie wichtig Geld plötzlich werden kann.
3. Verantwortung für Dich selbst und andere
Unsere Essenz kennt vielleicht keine Grenzen, aber als Menschen sind wir oft in Beziehungen und Gemeinschaften eingebettet. Finanzielle Absicherung kann dazu beitragen, dass Du auch für die Menschen, die Dir wichtig sind, eine stabilisierende Kraft darstellst – sei es durch finanzielle Sicherheit für Dich selbst oder als Unterstützung für andere. Wenn Kinder z.B. wissen, dass ihre Eltern im Alter gut versorgt sind, nimmt ihnen das Sorgen. Und wenn es Eltern möglich ist, ihren Kindern oder Enkeln bei Engpässen finanziell unter die Arme zu greifen, stützt das unser Familiensystem.
4. Ein Werkzeug zur Selbstentfaltung
Geld ist ein Mittel zur Zielerreichung, das Dir hilft, Dein Leben nach Deinen Werten und Visionen zu gestalten. Finanzplanung erlaubt es Dir, bewusst zu entscheiden, wie Du mit Deinen Ressourcen umgehst, sodass Du z.B. Berufe und Aktivitäten wählen kannst, die Dich in Deiner Selbstentfaltung unterstützen. Es fühlt sich einfach besser an, nicht arbeiten gehen zu müssen, sondern Deiner Berufung nachzugehen, zu Deinen gewählten Zeiten. Du kannst Dir ein Stück Freiheit wählen.
5. Loslösung vom Mangeldenken
Spirituelle Menschen werden nicht von existenziellen Ängsten verschont. In den letzten Jahren erlebe ich das im Deep Dive immer wieder in meinen Finanzcoachings. Finanzplanung ermöglicht, eine gesunde Beziehung zu Geld zu entwickeln, ohne sich daran zu klammern oder das Bedürfnis zu haben, im Mangel zu leben. Sie kann dabei helfen, finanzielle Fülle als etwas Natürliches anzusehen und von Ängsten zu befreien.
6. Selbstachtung und Bewusstheit
Geld bewusst zu planen und zu verwalten, ist eine Form der Selbstachtung. Es ist ein Weg, Dich und Dein Leben wertzuschätzen. Es gibt uns die Möglichkeit, unser Leben bewusst zu gestalten, ohne unnötig im materiellen Sog zu versinken.
7. Spiritualität und Verantwortung verbinden
Die Balance zwischen Spiritualität und praktischer Verantwortung ermöglicht Dir, ein Leben zu führen, das von innerer Fülle und äußerer Stabilität geprägt ist. Finanzielle Lebensgestaltung ist daher weniger ein Widerspruch zur Essenz als vielmehr eine Brücke: Sie kann ein Werkzeug sein, Dein Leben in Balance zu bringen, sodass Deine Essenz in Frieden und Freiheit in diesem physischen Leben präsent sein kann.

Spiritualität und Konsum: Wie findest Du Dein Gleichgewicht?
Wie ist es bei Dir? Hast Du es schon geschafft, Spiritualität und Dein Alltagsleben zusammenzubringen? Lasse Dich auf den Spannungsbogen zwischen Selbstwert, Unabhängigkeit und Essenz ein und bringe beide Welten zusammen. Es ist eine Herausforderung, bei unserem hektischen Leben echte innere Fülle in Einklang mit einem bewussten Konsumverhalten zu bringen. Wenn das „Ich bin“ im Vordergrund steht, haben wir weniger Verlangen, über Konsum innere Bedürfnisse zu kompensieren, weil wir aus einem Zustand der Fülle heraus leben.
Vielleicht können Dich folgende Impulse, wie Du im Alltag auf die Essenz ausgerichtet bleibst und Konsumentscheidungen bewusster triffst, auf Deinem Weg in ein reflektierteres Leben unterstützen:
1. Reflexion vor dem nächsten Spontankauf
Halte vor emotionalen Käufen inne und frage Dich: „Brauche ich das wirklich oder suche ich gerade Trost, Bestätigung oder Ablenkung?“. Diese kurze Unterbrechung erlaubt, das Verlangen des Egos zu erkennen und die Entscheidung bewusster zu treffen. Manchmal hilft auch, vor dem Kauf eine Nacht darüber zu schlafen.
2. Emotionale Bedürfnisse erkennen
Werde Dir bewusst, welche Emotionen bestimmte Käufe antreiben. Wenn Du etwa spürst, dass Du Dich unglücklich oder nicht geliebt fühlst, frage Dich, wie Du dieses Bedürfnis anders stillen kannst – vielleicht durch eine achtsame Pause, einen Austausch mit Freunden oder durch ein bewusstes „Zurückkommen“ zur inneren Fülle.
3. Das „Ich bin“ stärken durch bewusste Entscheidungen
Das Ego ist ständig auf der Suche nach mehr – mehr Erfolg, mehr Anerkennung, mehr Sicherheit – und fühlt oft ein tiefes Mangelgefühl, das es im Außen zu füllen versucht. Mit jeder bewussten Entscheidung, die aus einem Zustand innerer Ruhe und Zufriedenheit entsteht, stärkst Du das „Ich bin“. Es wird dann einfacher, Versuchungen wie das dicke Auto der Nachbarn oder der verführerischen Werbung als das zu sehen, was sie sind – Projektionen des Egos, die Dich nicht aus der inneren Balance bringen müssen.
4. Dankbarkeit und innere Fülle kultivieren
Tägliche Dankbarkeit hilft, das „Ich bin“ zu nähren und das Ego zu beruhigen. Wenn Du Dich erfüllt und dankbar fühlst, bist Du weniger anfällig für Impuls- oder Trostkonsum. Ein kurzer Moment der Dankbarkeit für das, was bereits da ist, schafft innere Ruhe und hilft, materielle Wünsche loszulassen.
5. Marketing als bewusste Herausforderung sehen
Erinnere Dich daran, dass Marketing darauf abzielt, innere Lücken zu verstärken, die das Ego empfindet. Betrachte Werbung und Konsumreize als kleine Prüfungen, um das Ego zu erkennen und bewusst im „Ich bin“ zu bleiben, anstatt den Impulsen nachzugeben. Geld ist für das „Ich bin“ ein neutraler Aspekt, der keinen Einfluss auf den Wert Deines eigenen Wesens hat. Es ist ein praktisches Mittel, aber nicht Teil der eigenen Essenz. Für das Ego jedoch ist Geld oft eng verknüpft mit Selbstwert, Status und Sicherheit. Das Ego sieht Geld als Maßstab für Erfolg oder Misserfolg und als Teil der eigenen Identität.
6. Das Ego achtsam begleiten
Das Ego hat Bedürfnisse, und sie anzuerkennen, ist ein Schritt in Richtung Einklang. Wenn das Ego nach Wertschätzung sucht, kannst Du es sanft begleiten, statt ihm nachzugeben. Gestehe Dir ein, dass es völlig okay ist, das Bedürfnis nach Anerkennung oder Freude zu haben, ohne es mit Impulskäufen zu befriedigen. Wie wäre es mit Zeit für Dich, einem Besuch im Wellnesstempel oder etwas anderem Schönen, das Dich für all Dein Sein oder Tun belohnt?
7. Geld als bewusste Energie sehen
Betrachte Geld als eine Energie, die Du bewusst lenken kannst, um Dein Leben zu gestalten. Wenn Du den Wert und den Ursprung Deines Geldes verstehst, kannst Du es mit Respekt und Dankbarkeit ausgeben und es als Mittel zur Unterstützung Deines authentischen Lebensweges nutzen.
8. Die Verbindung zum „Ich bin“ regelmäßig vertiefen
Nimm Dir immer wieder Zeit für Rituale oder Momente, die Dich mit Deinem „Ich bin“ verbinden, etwa durch Meditation, Reflexion oder Naturerlebnisse. Diese Verankerung stärkt Dich darin, bewusste Entscheidungen zu treffen, ohne von Ego-Bedürfnissen überrollt zu werden.

Diese kleinen Schritte helfen, das Ego anzuerkennen, ohne ihm die Führung zu überlassen – und so können Geld und Konsum wirklich im Einklang mit der Essenz stehen.

Meine Kolumne zur Ausgabe „ICH BIN“ von Bettina Schott hat mich selbst inspiriert und mich darin bestärkt, dass ich seit langem spüre, mein Leben und meine Tätigkeit neu ausrichten zu wollen. Denn eine neue Zeit ist angebrochen und diese erfordert auch neue Wege. Doch eines ist sicher: Ich möchte den Menschen weiterhin Mut machen, ihr Geld für ein gutes Leben in innerem und äußerem Reichtum zu nutzen und schöpferisch tätig zu sein.
Was hat meine Berufung noch mit mir vor? Eine Frage, die auch Du Dir regelmäßig stellen solltest. Kennst Du die Antwort, so kannst Du Dein Geld sinnvoll einsetzen, sodass es Dich unterstützt, Deine Bedürfnisse im Leben zu erfüllen und Deine Ziele zu erreichen.
Ja, für mich ist Geld mehr als nur ein Mittel zum Zweck. Es ist Energie, es ist Sicherheit, es ist Ausdruck unserer Werte und es beeinflusst unser Denken und Handeln. Doch am Ende kommt es darauf an, wie wir uns selbst sehen – unabhängig von Kontoständen und materiellen Besitztümern.
Diese Erkenntnisse laden dazu ein, einen bewussteren Umgang mit Geld zu finden. Es geht nicht nur darum, mehr zu verdienen oder klug zu investieren, sondern auch um die innere Haltung dazu. Was wäre, wenn wir Geld nicht länger als Maßstab für unseren Wert ansehen, sondern als Werkzeug, das uns dient?
Lass uns das Frühjahr 2025 mit der Frage starten: Wie möchte ich mein Leben gestalten – mit und ohne Geld?
PS: Teile Deine Gedanken dazu mit mir! Wie denkst Du über Geld, Deinen Selbstwert und Deine Zukunft? Lass uns gemeinsam neue Wege erkunden – hinterlasse unten einen Kommentar oder schreibe mir eine Nachricht!